Theologie in einer Minute

    Warum Heilige?

    Christen beten unmittelbar zu Gott.
    Jesus Christus ist der einzige Mittler.
    Doch auch die Heiligen haben ihren Platz.

    Gott der Lebenden

    Unsere Fürsprecher

    Wir leben unseren Glauben nicht allein. In Christus sind wir ein Leib. Darum fordert uns die Heilige Schrift auf: «Betet füreinander» (Jak 5,16).

    Diese Gemeinschaft endet nicht mit dem Tod. Jesus sagt, Gott «ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle» (Lk 20,38). Wer in Christus gestorben ist, ist nicht verschwunden und hat auch nicht aufgehört, zu seinem Leib zu gehören. Diese Menschen leben bei Gott, vereint mit Christus. Deshalb glaubt die Kirche an die Gemeinschaft der Heiligen. Der Katechismus sagt, unsere Verbundenheit mit denen, die in Christus entschlafen sind, werde «keineswegs unterbrochen» (KKK 955).

    Die Heilige Schrift zeigt uns den Himmel, in dem die «Gebete der Heiligen» vor Gott gebracht werden (Offb 5,8). Sie sagt auch: «Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten» (Jak 5,16). Die Heiligen sind bei Gott. Sie leben in ihm und beten. Deshalb sagt die Kirche über sie: «Sie hören nicht auf, beim Vater für uns einzutreten» (KKK 956).

    Wenn wir also zu einem Heiligen sagen: «Bitte für mich», setzen wir ihn nicht an Gottes Stelle. Wir bitten ihn um das, worum wir auch einen Bruder oder eine Schwester hier auf Erden bitten würden: für uns beim Herrn einzutreten.

    Denn alle, die zu Christus gehören, bilden eine Kirche, einen Leib – auf Erden und im Himmel.

    Das Ziel

    Der Weg führt immer zu Gott

    Du darfst dich unmittelbar an Gott wenden. Du darfst frei beten, still werden und dich von Menschen begleiten lassen, die diesen Weg schon gegangen sind.

    Die Heiligen sind keine Umwege. Sie sind Weggefährten.

    Der Weg führt immer zu Gott.

    Bibel

    „Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.“

    Jak 5,16