Hier finden sich Andachten, die besonders mit der heiligen Mutter Teresa verbunden sind.
Herr,
wenn mich bedrückt, was ich alles nicht tun kann,
erinnere mich an Mutter Teresa.
Sie rettete nicht die Welt.
Sie rettete einen Menschen. Dann einen zweiten. Dann einen dritten.
Und das war genug.
Hilf mir, meine Grenzen anzunehmen, ohne mich geschlagen zu geben.
Nicht mehr zu verlangen, als mir zukommt:
keine grössere Bühne, kein grösseres Lob
und keine grösseren Aufgaben als die, die mir anvertraut sind.
Gib mir den Mut zur Einfachheit:
dieser Mensch, dieser Augenblick, diese Geste.
Wenig, aber mit grosser Liebe.
Amen.
Gott,
ich spüre dich nicht.
Keine Nähe, keine Wärme, keine Gewissheit, dass du mich hörst.
Mein Gebet ist trocken. Der Himmel schweigt.
Und ich fürchte, dass etwas nicht stimmt.
Heilige Mutter Teresa,
du bist diesen Weg fünfzig Jahre lang gegangen.
Du bist nicht stehen geblieben. Du hast nicht verloren.
Erinnere mich daran, dass Schweigen keine Zurückweisung ist.
Dass Dunkelheit keine Strafe ist.
Dass es Glaube in seiner reinsten Form ist,
im Gebet zu bleiben, auch wenn ich nichts spüre.
Gott,
ich glaube, dass du da bist,
auch wenn ich dich nicht sehe.
Auch wenn ich dich nicht spüre.
Zu bleiben ist heute mein Geschenk an dich.
Amen.
Gott,
es gibt einen Menschen, den ich nicht sehe.
Oder den ich sehe und an dem ich vorbeigehe.
Den Menschen, der auf der Strasse sitzt.
Den Menschen an meinem Tisch, den niemand fragt, wie es ihm geht.
Den alten, kranken oder einsamen Menschen,
der nur auf eine helfende Hand wartet.
Heilige Mutter Teresa,
lehre mich hinzusehen.
Nicht bloss zu schauen, sondern wirklich zu sehen:
Christus in jedem Gesicht.
Hilf mir, nicht vorbeizugehen.
Keine Ausreden zu suchen.
Wenigstens einmal in dieser Woche
eine kleine Sache mit grosser Liebe zu tun.
Amen.