Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Glaubensbekenntnis.
Gott,
ich habe Angst zu scheitern.
(nenne hier dein Anliegen:
was du dich nicht zu versuchen traust,
welcher Schritt vor dir liegt
oder wobei du ein Scheitern fürchtest)
Ich möchte aufbrechen,
aber schon jetzt frage ich mich,
was geschieht, wenn es nicht gelingt.
Was, wenn meine Fähigkeiten nicht ausreichen?
Was, wenn ich einen Fehler mache?
Was, wenn ich alles gebe
und doch nichts so wird, wie ich es erhoffe?
Die Angst vor dem Scheitern
hält mich zurück,
bevor ich es überhaupt versucht habe.
Auch der heilige Patrick brach auf,
ohne die Gewissheit, dass sein Vorhaben gelingen würde.
Nach vielen Jahren fern von Irland
spürte er den Ruf zurückzukehren
und den Menschen Christus zu verkünden,
unter denen er einst als Sklave gelebt hatte.
Er wusste nicht, wie sie ihn aufnehmen würden.
Er konnte nicht wissen,
ob seine Mühe Frucht tragen würde.
Doch er ging.
Entscheidend war für ihn nicht die Gewissheit, Erfolg zu haben,
sondern dem treu zu bleiben, der ihn gesandt hatte.
Gott,
schenke auch mir diese Freiheit.
Lass mich aus Angst vor dem Scheitern
nicht vor dem zurückweichen,
wozu du mich rufst.
Schenke mir den Mut, es zu versuchen,
auch wenn ich nicht sicher sein kann,
dass alles gelingt.
Wenn ich Fehler mache,
hilf mir, daraus zu lernen und weiterzugehen.
Wenn es anders kommt als geplant,
lass mich nicht glauben,
dass alles vergeblich war.
Befreie mich vom Bedürfnis,
meinen Wert am Erfolg zu messen.
Ich bitte dich nicht darum, dass mir alles gelingt.
Ich bitte dich darum, treu zu sein
in dem, was du mir anvertraut hast.
Was aus meiner Mühe wächst,
lege ich in deine Hände.
Heiliger Patrick,
du bist aufgebrochen,
ohne zu wissen, wie es ausgehen würde.
Bitte für mich,
dass die Angst vor dem Scheitern
mich nicht davon abhält,
Gottes Ruf zu folgen.
Vaterunser. Gegrüsset seist du, Maria. Ehre sei dem Vater.
Amen.